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Es wundert mich manchmal schon sehr, wie sehr manche Medien sich an Pleitegriechen oder NRW Wahlen, oder Flugverboten wegen Vulkanausbrüchen aufgeilen können und dabei einfach mal so überhaupt nicht erwähnen, dass es in Nashville Tennesse vor knapp 14 Tage, um den ersten Mai herum zu einer wahren Jahrhundertflut gekommen ist. Menschen starben, und die Stadt hat unglaublichen Schaden erlitten. Mindestens 1,5 Mrd. Dollar. Die Stadt hat ca. 600.000 Einwohner, ist also doch noch etwas größer als Dresden damals bei uns. Die Flut dauerte in Nashville allerdings "nur" 3 Tage. Jeder, der sowas wie in Dresden mal mit gemacht hat, der weiß aber , dass es egal ist ob das Wasser drei Tage oder 10 Tage bleibt ist egal, wenn es dir in wenigen Minuten alles genommen hat, was du hattest. Wenn das Wasser erstmal da war, ist alles hin. Dabei hätten die Medien auch von dieser Flut spektakuläre Bilder zeigen können. Wie die folgenden Videos zeigen. Wenn wir Menschen nicht aufhören uns ständig nur um uns selbst zu drehen, bemerken wir gar nicht, dass wir wie die Lemminge singend in den Abgrund tanzen. In stiller Ohnmacht alles auf "das Schicksal" oder die eigene Machtlosigkeit zu schieben und deshalb weil jedem einzelnen ja die Hände gebunden sind einfach weiter machen als ginge einen das alles nichts an. Machen wir so weiter wird die Menschheit sich selbst zu grunde Richten. Vielleicht geht es dann doch nachher schneller als wir alle angenommen haben. Wie kann uns so etwas einfach so am Arsch, bzw. einfach an den Ohren vorbei gehen? Wo waren die Twitterer, die sonst über jeden quersteckenden Furz twittern? Wo waren unsere Medien? Liegen die Amerikareporter der deutschen Sender alle in Florida am Strand und warten auf ihre letzte Ölung? Warum kann so eine Sache so an einem vorbei gehen? Und wenn es mit was so großem passiert, was bedeutet das für die kleinen, die altäglichen Katastrophen? Wieviele davon bekommt niemand mehr mit? Über wieviele Dinge wird eigentlich NICHT, oder nicht mehr berichtet? Und wieviele davon sind nicht besser geworden. Nur weil die Tagesschau nur 15 Minuten ist und alles immer von Afghanistan, Irak, Israel und Palästina so wie ein wenig Restpolitik, Geld und Wetter besetzt ist, ist längst kein Platz mehr für unzählige andere Kriege, Nöte und Katastrophen. Manchmal kann man "dem Mensch" fast nur wünschen dass er es wenigstens kurz und schmerzlos machen solle mit seinem eigenen Untergang. Oder dass die Erde sich vielleicht mit einem Schlag komplett von der Menschheit befreit. Dann wäre wenigstens auch diese Ohnmacht zu Ende.