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Theoretisch wird es jetzt spannend.

Also zumindest wenn man die Umfragen mal alle aussen vor lässt und wenn es einen interessiert wer der nächste mächstigste Mann der Welt wird. Die Wahl zum US-Präsidenten zwischen Barack Obama und John McCain geht in die entscheidenden Stunden. Eigentlich wird es aber erst danach spannend, denn dann muss, voraussichtlich Barack Obama die Suppe auslöffeln, die im Gerorge W. Bush eingebrockt hat.

Man munkelt, dass die Republikaner zu Gerorge W. gegangen sind, ihm in den "Geldbeutel" geschaut haben und die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen haben. Dann haben sie angestrengt überlegt, wen sie aufstellen könnten, damit sie diese Wahl bloß nicht gewinnen können.  Die Demokraten haben es Ihnen dann aber gar nicht einfach gemacht. Die haben erstmal Schwarz gegen Frau ausgespielt. Wahrscheinlich haben die Republikaner da noch gedacht, mein Gott, (der spielt dort ja noch eine ziemlich große Rolle) wie sind die denn drauf, wollen die auch nicht?  Bevor jetzt unser Schwarzenegger noch HIER schreit, nehmen wir den Steifen und die Eisbärmutti.

Was mich trotz allem irgendwie sehr iritiert ist die Nummer mit dem versteckten Rassismus. Was mich daran so sehr irritiert ist das diese Frage wirklich noch eine Frage zu sein schein. Für mich ist das kaum noch vorstellbar, dass die Hautfarbe wirklich eine Rolle spielt. Ok, bei uns war die Frage ob ne Frau den Job machen kann, aber das war ja auch was anderes. :) Zumidest in der Sache ist in einer Stadt wie Berlin ein Mensch ein Mensch, egal was er für eine Farbe oder für ein Geschlecht hat.

Bei uns kommt John McCain in den meisten Berichten eher dümmlich rüber. Woran das auch immer liegen mag. Das macht mich wieder etwas nachdenklich, denn man muss immer aufpassen was einem wer und warum erzählt. Ich hab mehrfach auch Berichte gesehen in denen Republikaner ganz offen gesagt haben, dass Obama, wenn er eine Krankenversicherung für alle einführen will schon angesehen wird, als wolle er den Sozialismus einführen in den Staaten.  Aus meiner Sicht sieht das natürlich völlig übertrieben aus. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich sein Programm bis heute nicht kenne. Im Übrigen das von McCain auch nicht. So viel Zeit haben deutsche Medien nicht ihn Ihrer Berichterstattung und ich hab auch nicht so viel Zeit und, zugegeben,  auch keine Lust es mir selbst heraus zu suchen.  So bleibt es abzuwarten, egal wer gewinnt, was er dann wirklich tun wird.

Sehr lustig ist dann doch die Wahl der möglichen Vizepräsidentschaftskandidaten verlaufen. Über die gute Sarah Palin brauchen wir uns wohl nicht unterhalten. Wer es schafft das beliebteste Halloween-Kostum des Jahres zu werden, der hat selbst für genug Spaß gesorgt. Aber Joe Biden scheint auch nicht wirklich besser zu sein.  1988 ist der gute Mann aus dem Präsidentschaftswahlkampf ausgestiegen, weil er zu doof war richtig ab zu schreiben. Es kam heraus, dass er eine Rede beim BRITISCHEN Labour-Vorsitzenden abgeschrieben hat und dann vergessen hat die persönlichen Details der Rede auf sich selbst an zu passen. Da steht also ein Präsidentschaftskandidat und hält eine Rede und es fällt ihm nicht mal auf, dass die Daten irgendwie nicht zu seiner eigenen Person passen? Schon komisch, oder?

Die Hauptaufgabe dieses Mannes war Jahrelang der Kampf gegen Ecstasy. Das ja gut, wenn einer gegen Drogen kämpft. Und gegen Waffen war er auch, allerdings nicht wenn es um elektrische Stühle und so was ging. Denn die Todesstrafe sollte im ganzen Land und auf Bundesebene eingeführt werden.  Vielleicht hat er auch den ein oder andere Selbstversuch unternehmen müssen beim Kampf gegen die Drogen. Das würde dann wenigstens das ein oder andere Fettnäpfchen erklären in das er jetzt im Wahlkampf gerne mal richtig reingefasst hat. Hier sei nur diese eine Geschichte noch erwähnt.

Joh Biden muss auf einer Wahlkampfveranstaltung wohl zu einem Rollstuhlfahrer gesagt haben, er solle doch aufstehen und Ihn unterstützen. Toll.

Aber nehmen wir mal an, die Nummer hätte funktioniert und der Rollstuhlfahrer wäre wirklich aufgestanden.  Also ich glaube dann hätte auch Barack Obama neidlos anerkennen müssen, dass sie lieber seine Vize als Präsident wählen sollten.

Warum sich beide Kandidaten solche Vollpfosten als Vizekandidaten aussuchen? Ist doch klar, um von eventuellen eigenen Fehlern ab zu lenken. Außerdem wirkt man selbst doch dann besser. Unter Frauen soll es das als Regeln geben, das hübsche Frauen oft ziemlich hässliche beste Freundinne haben, denn dann stehen sie einfach noch einen Tick besser da. Das wäre dann so was wie das Motto : Der Einäugige ist unter den Blinden König? Na ja ich weiß nicht?

Barack Obama wird die Wahl wohl gewinnen, weil alle in ihm einen Menschen sehen. Jedenfalls mehr als einen Politiker. So was aber auch! Alle jungen Amerikaner sind fasziniert von Ihm und alle haben das Gefühl, dass er die Veränderungen, den Change, durchsetzen will, weil er daran glaubt.  Nicht weil es Wahlkampf wäre.

Oh, OH, so was macht mich immer wachsam. Denn ich unterstelle ja selbst George W. das er das, ziemlich sicher, sogar  gut gemeint hat, was er so verbrochen hat. Wir wissen aber auch alle, dass Gut gemeint, oft das Gegenteil von Gut gemacht ist.

Ich persönlich sehe nur, das Barack Obama einfach durch sein Geld, seine Wahlkampfspenden und seine Gabe Menschen in seinen Bann zu schlagen auch ein Team aufstellen konnte das perfekt funktioniert. Ich meine, der Mann beschäftigt ca 300 Leute, die nichts anderes machen, als alle Informationen über Ihn in der ausländischen Presse zusammen tragen.  So was geht nur mit verdammt viel Geld und Charisma.

Es bleibt trotz allem die Frage wieviel er davon wohl mit in sein zukünftiges Amt als US-Präsident retten kann. Ein paar kluge Leute haben ja bereits nachgerechnet, dass auch er, das was er alles versprochen hat, bei seinen sowieso leeren Kassen, gar nicht erfüllen kann. Und da schließt sich dann der Kreis wieder.

Vielleicht ist es doch Sozialismus den er einführen will in den Staaten, denn schließlich sagt man bei uns ja auch, dass die Pläne der Linken gar nicht finanzierbar seien, aber irgendwie glauben die doch auch dran. Eins ist dann ja klar, wenn Obama es schaffen sollte alles um zu setzen , dann wäre das wohl der heimliche Sieg des Sozialismus, oder wie?

Ich als typisch Deutscher müsste jetzt aber eher denken: Das kann ja nix werden.  Der Bush hat alles kaputt gemacht, und wenn der Obama nicht hexen kann, dann schieben sie am Ende in 4 Jahren alles auf Ihn, sagen womöglich noch, das schwarze Jungs es wohl nicht bringen und dann fängt die Nummer von vorne an.  Ich hoffe das niemand aus der Bushfamilie jetzt noch auf die Idee kommt, er könne ja auch mal Präsident werden wollen.

Persönlich wünsche ich mir natürlich das Obama gewinnt heute Nacht, denn schließlich hab ich dann den mächtigsten Menschen der  Welt schon mal fotografiert. Als er hier in Berlin war nämlich. (Barack Obama in Berlin)

Das wichtigste an der Wahl wird aber sein, das Amerika wieder Bush freie Zone wird (Lustige Shirtidee für Amerikaner/innen)

Und wenn Barack Obama dann mit dem bischen "Change" was ihm noch in den Kassen verblieben ist, nach Finanzkrisen und Kriegen, es tatsächlich schaffen sollte Amerika wieder zu einer beliebten und vernünftigen Weltmacht zu machen, dann ist viel erreicht. Also behaltet das Wechselgeld und ich drücke Ihnen die Daumen Herr Obama. Ich mag scheinbar die Sozis ganz egal ob sie schwarz oder weiß sind. :)

Nachtrag vom 21.01.2009:

Es ist vollbracht!
Die Welt ist gerettet. Also seit gestern Abend 18.05 MEZ.

Ich hoffe der Mann kann nur die Hälfte von dem erreichen was so alles in Ihn hinein gehofft wird.

Im Übrigen bedeutet das für unsere heimische Wirtschaft, dass wir jetzt gar keine Zeit haben um über irgendwelche Krisen zu jammern. Sollte Herr Obama einigermaßen so loslegen wie es sich ankündigt, dann hat uns die US-Wirtschaft in ein paar Monaten komplett abgehängt. Dann gäbe es zwar wieder einen Grund zum Jammern aber das bringt ja nichts.

Also Wirtschaft, Banken und Industrie in diesem, unserem Vaterlande, hört auf mit dem Rumoptimieren der Kostenseite in dem immer mehr Leute auf Kurzarbeit gesetzt werden. Fangt wieder an zu investieren, neues aus zu probieren und echte Entwicklung voran zu treiben.

Warum müssen wir Deutschen immer erst richtig massiv eins in die Fresse bekommen, bevor wir wieder unseren faulen Hintern erheben und anpacken?