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Schon eigenartig. Endlich, und doch viel früher als alle dachten, kommt am 22. Januar der neue Tom Cruise Film in die Kinos. Eines dabei macht mich jetzt schon verrückt. Tom Cruise schafft es sogar sämtliche Regeln der Kommunikation zu brechen. Die Truppe um den Stauffencruise hat es mit der Operation Walküre scheinbar doch geschafft "den Notfallplan zur Mobilmachung des deutschen Ersatzheeres im Falle eines Aufstandes" um zu schreiben. (Witzig find ich die "Orginaldokumente" in Englisch, aber das ist hier nicht das Thema) Mit diesem Notfallplan haben Sie auch gleich noch die deutsche Grammatik, bzw. eigentlich sogar ein weltweit gleiches Prinzip umgeschrieben. Bei Attentaten wird eigentlich immer der oder die prominente Person welche das Opfer des Attentats wurde oder wenigstens werden sollte als Name her genommen, nicht der Name des Attentäters. Oder können Sie sich noch an das Josef Bachmann Attentat oder das Mark David Chapman Attentat oder das "bis heute weiß keiner wer es wirklich war" Attentat erinnern? Nein? Aber an das Dutschke Attentat, das Attentat auf John Lennon oder den Amerikanischen Präsidenten Kennedy ist Ihnen ein Begriff? Es ist ja auch durchaus sinnvoll die Attentate nach den Opfern zu benennen und nicht nach den Tätern. Die Täter sind ja in der Regel irgendwo zwischen verrückten Fanatisten und geisteskranken Irren zu finden. Ok, da bildet Stauffenberg wohl eine der wenigen Ausnahmen. Trotzdem bleibt der Attentatsversuch ein Attentatsversuch auf Hitler und das ganze somit ein Hitlerattentat. Ups, jetzt hab ich wohl das böse Wort gesagt, was? Selbst Bernd Eichinger und Bruno Ganz haben sich nicht getraut den Namen auf das Plakat zu schreiben. Sie haben nur ein Bild von Bruno Ganz vor seinem Bunker aufs Filmplakat gebracht. Aber den Namen des österreichischen Einwanderers, der auch als "der Führer" bekannt wurde darf man wohl nicht auf Filmplakate drucken. Das wäre wohl politisch unkorrekt, oder so was. Aus Werbegründen wäre eine Entscheidung für den namen aber durchaus sinnvoll gewesen. Man sagt, der Name besitzt eine magische Anziehungskraft. Eine ähnliche Anziehungskraft aus sich heraus hat vielleicht nur noch der begriff Sex. (Eigentlich müsste man da stutzig werden wenn diese beiden Begriffe das sind was die Menschen wohl am meisten interessiert, oder? Aber stutzig werd ich hier mal nicht, das machen wir wannn anders.) Das heißt alleine wenn der Name des Attentats richtig verwendet worden wäre, wäre es schon möglich gewesen zusätzliche Zuschauer ins Kino zu ziehen. Na wenn das kein Angebot ist. Normalerweise unterlässt niemand so eine verkaufsunterstützende Maßnahme, oder? Außer eben Tom Cruise. Wahrscheinlich zielt er ganz einfach auf was anderes ab. Er hat den Namen des Attentates sicherlich völlig bewußt falsch schreiben lassen, weil er damit natürlich endlich mal Kino fern ab jeden Mainstreams machen kann. So zu sagen Programmkino. Ist ja auch wichtig und er kann sich sicher noch daran erinnern, das Steven Spielberg auch ewige Jahre gebraucht hat bis er endlich den wohlverdienten Oscar bekam. Damals natürlich mit nem Film über die Nazizeit. So oder ähnlich könnte ich es mir vorstellen, nachdem er 2007 schon den Bambi einfach mal so nur dafür bekommen hat, dass er gesagt hat, och wisst ihr was, dann spiel ich halt den alten Stauffenberg. Toll oder? Also ich mein das hätten sich andere Schauspieler echt nicht getraut. Na ja, muss wohl daran liegen dass Tom Cruise Sientologe ist und somit in der glücklichen Lage 220 % seines Gehirns auch wirklich zu nutzen, wohin gegen wir Normalsterblichen uns mit unter 10 % Gehirnnutzung abgeben müssen. Deswegen auch schnell noch den Starttermin vorgezogen, dann geht er vielleicht diese Jahr noch ins Rennen. Ich meine Tom Cruise wird wissen, das dieses Jahr die Konkurenz vielleicht etwas schwächer ist, als nächstes Jahr, wer weiß wer dann wieder neue Filme raus haut. Für so ein hohes Ziel muss man ach mal auf Grammatik verzichten können. Kann ich verstehen. Ich verzichte seit Jahren auf eine saubere Rechtschreibung aber bekomme es einfach nicht gedankt. Kein Oscar, kein Bambi, nicht mal Herzen im Supermarkt bekomm ich dafür. Vielleicht hat er ja auch bei der ARD einfach abgeschrieben, das wäre natürlich eine weitere Erklärung. Aber in anbetracht der Tatsache mit den 220 % Hinrnutzung, kann ich mir das nicht vorstellen. Für mich als Hobbylegastheniker wird es aber immer schwieriger wenn so wohl die ARD als auch Tom Cruise jetzt einfach mal die Grammatik auslegen wie sie wollen. Wie soll ich jemanls zu einer sauberen, verständlichen Ausdrucksform finden, wenn ich mit imer neuen Regelauslegungen verwirrt werde? Ich bekomme die bestehenden Regeln mit meinen mikrigen 10% schon nicht auf die Reihe, wenn Ihr dann auch noch Ausnahmen einführt und euch die Regeln auslegt wie ihr wollt um bestimmte Begriffe und Namen einfach mal zu leugnen, dann wird es echt schwierig für mir. (Hab ich jetzt mal geändert, weil mir mir einfach besser gefallen hat als mich) Schlimmer ist aber auch der Aspekt, dass man sein Publikum in eine völlig falsche Erwartungshaltung drückt. Ich dachte es geht in dem Film um ein Attentat, leider gescheitert, auf Adolf Hitler, was vielleicht viel Leid erspart hätte und die Hintergründe dazu. Jetzt erwarte ich natürlich eine Film über einen Anschlag auf Stauffenberg, von dem ich bisher nicht mal wußte das es einen gab. Aber so kann ma sich irren. Na ich jeden Falls bin schon ganz gespannt.

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Die Finanzkrise

Es ist schon komisch. Jeden Tag meldet sich immer noch jemand, der jetzt plötzlich am Ende ist und dringend Hilfe braucht. Jetzt muss ich mich, als ausgewiesener Finanzkrisenexperte, schließlich lebe ich seit vielen Jahren ständig in einer, auch mal zu Wort melden.  Die Automobilindustrie nervt mich persönlich im Moment am meisten. Alle schreien jetzt, dass niemand mehr Autos kaufen möchte. Was Quatsch ist. Die Leute wollen nur andere Autos kaufen, als diejenigen die ihr produziert habt. Kleine, Spritsparer gehen immer noch ganz gut im Verkauf. Dumm nur wenn man Jahrelang nicht auf solche Autos gesetzt hat und dicke, teure Spritschlucker gebaut hat.

Wenn man genau hinsieht liegt darin wohl der Kern der ganzen Krise. Haben die Banken, denn nicht auch jahrelang auf die falschen Pferde gesetzt?

So wie es sich mir im Moment darstellt, schreit die Industrie jetzt, die sich Jahre, ja Jahrzehntelang gemütlich da eingerichtet haben wo sie sind. Das heißt, wer aufhört nach links und rechts zu kucken, den Markt zu beobachten und denkt er kann den Markt bestimmen, der wird früher oder später immer überrascht werden, wenn der Markt ihn nicht mehr braucht. Bleibt die Frage, ob man solche Unternehmen dann wirklich retten soll? Denn es bringt doch eigentlich nichts, wenn derjenige, dem man ein Rettungsseil zu wirft, dann alle mit runter zieht. Oder wenn man um einen alten Baum zu retten, die vielen, vielen kleinen Bäumchen drum herum Platt tritt. Dann verliert man irgendwann beides. Sowohl der alte Baum wird sterben, wie auch keine neuen nachwachsen. Auch wenn es hart ist, es ist deutlich sinnvoller die alten Bäume sterben zu lassen und dem neuen eine Chance zu geben. So hat es die Evolution nun mal gedacht und auch wir und unser Wirtschaftssystem müssen uns da einfach darauf einrichten. Zumal außer Frage steht, dass jedem Unternehmen frei gestanden hätte rechtzeitig auf neue Pferde zu setzen.

Joschka Fischer hat in der „Zeit“ in den letzten Wochen einen spannenden Kommentar gegeben. Er war der Meinung dass man jetzt auf alternative Industrien setzen muss. In einer Krise, hat man immer die Chance sich neu, ja, sogar gut zu positionieren. Nur diejenigen überleben eine Krise, die flexible genug sind, aufmerksam sind und dann die richtigen Schritte einleiten. Wer jetzt denkt, er muss krampfhaft festhalten, an dem was er die ganze Zeit hatte, der wird bemerken, dass es ein Problem gibt. Je mehr Sie versuchen etwas fest zu halten, desto mehr davon wird ihnen weg bröckeln. Nehmen Sie sich eine Salzstange oder so was und versuchen diese wirklich fest zu halten. Dann halten sie sie noch etwas fester und sie bricht und wird ihnen so wie sie den Druck erhöhen immer feiner zerbröseln in der Hand. Am Ende haben Sie gar nix, oder nur sehr kleine Krümmel in der Hand. Sobald die Hand an dem was drin liegt drückt und presst, kann sie auch eine weitere Sache nicht tun. Nämlich offen sein für neues. Nur wenn sie die Hand locker lassen und öffnen können sie mehr hineinlegen und das Neue halten.

Daher, sollte man jetzt einfach die Krise als Chance sehen. Das klingt zwar wie aus dem Esoterikhandbuch für Verlierer. Aber nur so lernt man doch hinzu und kann was ändern. Wer durch die Krise geht und nichts hinzu lernt, sondern krampfhaft festhält, der ist wahrlich dumm und die Evolution wird ihn irgendwann ausrotten. Und womit? Mit Recht!

Also hört auf zu jammern und baut andere Autos. Hört auf Angst zu haben und gebt euer Geld weiter so aus wie bisher. Steht nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sondern packt an und verändert euch. Beobachtet was die Leute wirklich wollen und was sinnvoll für sie ist und ihr habt eure neuen Märkte. Schafft Neues und gebt ihm eine Chance, statt an dem alten Schrott fest zu halten.

Eine Krise ist immer eine Chance und wer Angst hat, der hat die meistens zu Recht, denn Angst davor etwas zu verlieren führt dazu, dass man etwas verliert und steigert somit die eigene Angst. Das ist ein Teufelskreislauf der einen nach unten zieht. Grade in Deutschland wird immer sehr viel lieber schlecht geredet. Weil es so einfach ist. Was andere an Neuem versuchen wird oft aus Neid und Missgunst klein geredet und so oft schon im Ansatz kaputt gemacht. Wenn wir uns wirklich weiter entwickeln wollten sollten wir damit aufhören uns so zu verhalten. Wir sollten uns überlegen was wir selbst verändern, verbessern, erneuern, können.

Ziemlich gutes aber trauriges Beispiel ist zur Zeit wohl Opel. Opel hat, im Vergleich ziemlich solide und kleine Familienautos gebaut. Durch den Druck von GM war Opel so wieso immer schon dazu verdammt noch ein Tick produktiver zu sein. Und jetzt, wo Sie alleine genommen eigentlich den Vorteil daraus ziehen könnten, lässt Sie GM nicht gehen, denn die haben jahrelang gut von Opel gelebt, auch wenn Sie das nie zugeben würden. Womöglich machen sie damit aber beides kaputt. Opel und sich selbst. Ich kann nur sagen, dass der Ansatz der Solarworld ein sehr spannender Ansatzpunkt ist. Wann wenn nicht jetzt darf man solche Ideen „spinnen“? In ein paar Jahren, oder Jahrzehnten sind sie zur Normalität geworden, ziemlich sicher. Solche „grüne Industrie“ wird unsere Zukunft bestimmen. Und wer das immer noch nicht verstanden hat, der soll sich doch bitte selbst für den Darwin Award melden, denn er gehört ausgestorben.

Es gab mal eine Stadt in Japan, die war komplett „besetzt“ von Toyota. Keine Industriefläche in der Stadt hatte mit irgendwas anderem zu tun, außer mit Automobilien. Dann beschloss Toyota, dass sie an diesem Standort einfach nicht mehr weiter wachsen können und das komplette Werk in eine andere Stadt verlegen, weit weg. Journalisten aus dem weiten Westen, fragten den Bürgermeister der Stadt, ob er nicht sehr traurig sei über diese Entscheidung und ob er nicht dafür kämpfen wolle, das das Autowerk in der Stadt bleibe. Und Sie glauben nicht was der Mensch gesagt hat. Der verstand die Fragen der Journalisten nicht. Warum solle er traurig sein? In seinen Augen war das ein Seegen. Denn dann komme endlich diese „alte“ Industrie aus der Stadt und er habe Platz um neue Industrien, mit Computern z.B. an zu siedeln. So war die Stadt am Ende und nur durch den Wegzug der Autoindustrie könne doch wieder was neues entstehen. Das verstanden die westlichen Journalisten nun wieder fast nicht. :)

In diesem Sinne, sende ich morgen mein Übernahmeangebot an den Opel.

 

Nachtrag:
Weltweit ist es immer noch so, dass Japan der größte Autoproduzent ist. Warum höre ich eigentlich keinen japanischen Autobauer jammern? Oder sollen da wieder mal nur die Medien dran schuld sein? Übersetzt uns vielleicht niemand das japanische Gejammer?